Margot Ehrich

Nachts Ausgewählte Gedichte
ich finde aus wohin er ging
Mädchenlied
Komm nach Madagaskar
Ich weiß wer du bist
Ein Fenster in der Traurigkeit
Weißt du woher die Kriege kommen
Schulterland
Die Toten in unseren Mänteln
Manchmal ist der liebe Gott nicht zuhause

 

 
über
Margot Ehrich
 

 
Vita
Margot Ehrich ist in Bautzen geboren, im nordböhmischen Leitmeritz aufgewachsen, 1945 nach der Vertreibung der Sudetendeutschen nach Bautzen zurückgekehrt; 1950 Flucht in den Westen, später langer Aufenthalt in der Schweiz.

Preise
Nikolaus-Lenau-Preis 1991
Werner-Ross-Preis, Wartburg 1996
Das neue Buch in Niedersachsen und Bremen 1996
Literaturpreis der Künstlergilde 1998 und 1999
Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates 1999
Sudetendeutscher Kulturpreis für Schrifttum 1999
Gabriel-Laub-Preis 2001 Exil-PEN
«Das neue Buch» VS Niedersachsen und Bremen 2008

 

 

 
Margot Ehrich
Ich weiß wer du bist

Erinnerungen
88 S., brosch., 2010
ISBN 978-3-89086-500-3 ISBN 3890865003
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geboren in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

Im Rimbaud Verlag erschienen die Gedichtbände «Nachts» 2005, «ich finde aus wohin er ging» 2006, die Erzählungen «Mädchenlied» 2007, «Komm nach Madagaskar» 2008.

 
Das Paradies, das sind die Orte der Kindheit, die väterliche Wohnung im böhmischen Leitmeritz und das Haus der Urgroßmutter in Hoyerswerda. Dabei waren die Tage der Kindheit keinesfalls unbeschwert, sondern standen im Zeichen von Mangel, Krieg und Tod. Ein lebenskluger Pragmatismus und die kindliche Perspektive sorgen dann aber doch für eine hinreichende Poetisierung: «Im Krieg stinkt es selten nach Gänsebraten.» Kriegs- und Nachkriegswirren, die Flucht aus dem nun tschechischen Gebiet und später aus der DDR führen zum Verlust der Kindheitsorte, die auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nur durch einen Akt der Erinnerung zu beschwören sind.

Frankfurter Allgemeine 5.9.2008

 

 

 
Margot Ehrich
Komm nach Madagaskar

Erzählungen
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 66)
116 S., brosch., 2008
ISBN 978-3-89086-539-3 ISBN 3890865399
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geboren in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. 1981–86 schrieb sie für den Remscheider General Anzeiger kommunalpolitische Lokalspitzen unter dem Pseudonym «Pauline». Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

Im Rimbaud Verlag erschienen die Gedichtbände «Nachts» 2005 und «ich finde aus wohin er ging» 2006 sowie die Erzählungen «Mädchenlied»; die Erzählung «Weißt du woher die Kriege kommen» und andere Bände sind jetzt bei Rimbaud lieferbar.

«Poetische kurze Erzählungen, die allesamt ein ‹Fenster in der Traurigkeit› aufstoßen. Die in Bautzen geborene Autorin spürt dem Leben verlorener Menschen und ihren eigenen Erinnerungen nach.»

Sächsischer Kulturrat

«In der Geschichte dieses Kindes und seiner Mutter ist die Geschichte der Nation, der Welt, einer Welt-Zerrüttung. Sie fordert unsere Teilnahme und Erschütterung heraus. Weit über das Thematische hinaus, bewegt mich diese Sprache und Fähigkeit, ihr jenen Schub an Kraft zu geben, der sie in einem einleuchtenden Sinn modern macht. Margot Ehrich verfügt über jene Abbreviaturen, die unserem Zeitalter gemäß sind und trotzdem dichte Substanz vermitteln. Das Thema wird Syntax, ohne daß es doch zerfiele oder sich ins Ungreifbare zurückzöge.»

Gertrud Fussenegger

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Margot Ehrich
Mädchenlied

Erzählungen
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 58)
112 S., brosch., 2007
ISBN 978-3-89086-569-0 ISBN 3890865690
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geboren in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. 1981–86 schrieb sie für den Remscheider General Anzeiger kommunalpolitische Lokalspitzen unter dem Pseudonym «Pauline». Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

Im Rimbaud Verlag erschienen die Gedichtbände «Nachts» 2005 und «ich finde aus wohin er ging» 2006; die Erzählung «Weißt du woher die Kriege kommen» und andere Bände sind jetzt bei Rimbaud lieferbar.

«Diese zarten gleichsam aus Luft und Schwermut gewobenen Gebilde haben für mich einen hohen Reiz, die epischen Schritte sind seltsam traumwandlerisch …»

Gertrud Fussenegger

«… könnte es sein, daß dies im Freien Schweben unsere Freiheit ist? Unsere vielgepriesene große Freiheit? Margot Ehrich spricht von alledem in ihren Geschichten, mir spricht sie davon, anderen gewiß ganz anderes, was ja den Reichtum aller Literatur ausmacht. Sie erzählt mit einer poetischen Souveränität, als wär es selbstverständlich, dies Wort ohne ironischen Kommentar oder Kontext so schlicht und einfach für sich sprechen zu lassen im so ganz und gar enttabuisierten Deutschland unserer Jahre: das Wort Heimat …»

Martin Ahrends

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Margot Ehrich
ich finde aus wohin er ging

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 56)
64 S., brosch., 2006
ISBN 978-3-89086-586-7 ISBN 3890865860
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Margot Ehrich
Nachts

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 54)
76 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-620-8 ISBN 3890866204
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Margot Ehrich
Ein Fenster in der Traurigkeit

Beiträge von Franz P. Künzel, Gudrun Gill
114 S., engl. brosch., 2000
ISBN 978-3-89086-576-8 ISBN 3890865763
€ 13,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Was unentwirrbar anmutet, bestenfalls tiefenpsychologisch auslotbar schien, bei Margot Ehrich ordnet sich mit dem textlichen Fortschreiten das Ungeordnete, scheinbar Unregelbare zur annehmbaren Planerkenntnis. Allerdings läßt immer wieder einer ihrer Langsätze etwas dräuend Herannahendes ahnen, ein Etwas, das wir gemeinhin verdrängen, nämlich die – sagen wir es altmodisch – Schicksalhaftigkeit des Menschenlebens, die Gefahr des unerwarteten, unverhofften Schicksalsschlages.
Franz Peter Künzel

… Ich lese, lese wieder, doch es verbraucht sich nicht, wird beim Lesen nur vielstimmiger. Ist es das? Das uns Verbotene? Die wir lernen mußten, mit den Wurzeln zu laufen? Zu tänzeln auf einem Boden, der mit der Asche Unschuldiger gedüngt ist? Zarte Gewächse, zufällig und zynisch? Und frei natürlich, frei. Was haben wir Nachgeborenen für ein unerträglich leichtes Leben. Wenn ich diesen Ton höre, der mir nicht zu Gebote steht, wird mir die Unerträglichkeit bewußt …
Könnte es sein, daß dies im Freien-Schweben unsere Freiheit ist? Unsere vielgebpriesene große Freiheit? Margot Ehrich spricht von alledem in ihren Geschichten, mir spricht sie davon, anderen gewiß ganz anderes, was ja den Reichtum aller Literatur ausmacht. Sie erzählt mit einer poetischen Souveränität, als wär es selbstverständlich, dies Wort ohne ironischen Kommentar oder Kontext so schlicht und einfach für sich sprechen zu lassen im so ganz und gar enttabuisierten Deutschland unserer Jahre: Das Wort Heimat …
Martin Ahrends

Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

 

 

 
Margot Ehrich
Weißt du woher die Kriege kommen

98 S., engl. brosch., 2000
ISBN 978-3-89086-575-1 ISBN 3890865755
€ 12,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Mitgenommen habe ich für mich die gultige Überzeugung, daß wir es selbst sein müssen, die die Erlebnisse zum Geradestehen vor Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu objektivieren haben, um sie Manipulationen durch andere zu entreißen. Wenn dies so geschieht, wie Margot Ehrich es schreibt, im schlichten Kleid einer sorgfältigen Sprache, entsteht der Raum für Wahrhaftigkeit und Schönheit.
Inka Bohl, Der Literat

Ein poetischer Text, ein zartes Gewebe aus Bildern, Klängen, Beziehungen, wie ein Sprungtuch ausgespannt, vor einem brennenden Haus, unter Fenstern, aus denen die Flammen schlagen.
Weißt du woher die Kriege kommen, schreit oben eine Stimme. Keine Antwort. Aber was Kriege sind, das weiß der, der den Text gelesen hat. Dabei ist von Krieg kaum die Rede, nur von Leid, Verlust, vom Nicht-Begreifen-Können eines Kindes, das tief verletzt ist und diese Verletzung sein Lebtag lang mittragen wird.
Flucht, und noch einmal Flucht, und jedesmal scheint das Leben fremder, undurchschaubarer geworden.
Das einzige Gewisse, als gewiß Tief-Erfahrene und Gefühlte ist die Großmutter, eine gäische Gestalt, urbeheimatet in sich selbst und deshalb auch beheimatend. Das Kind hat in ihr die Urhöhle des Mutterbauchs erlebt und kann es nicht vergessen. Es erlebt die eigene Lebenszeit nur als eine Flut, die es von der EINEN davonträgt. So verfährt auch die Sprache: in zarten Verkürzungen in gleichsam wehenden Paradoxien, immer melodisch.
Gertrud Fussenegger

Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

 

 

 
Margot Ehrich
Schulterland

Gedichte
Nachwort von Ekkehard Blattmann
144 S., engl. brosch., 1999
ISBN 978-3-89086-574-4 ISBN 3890865747
€ 16,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Der Leser von Margot Ehrichs Gedichten "Schulterland" betritt eine Eigenwelt, eine Innenwelt als Außenwelt, die sich ihne exzessives Vokabular entfaltet. Die Gedichte setzen die Herzenssprache der deutschen Liebeslyrik fort.
In der Ferne läßt sich bisweilen der reine Ton der Kindheit, der fernfernen Kindheitserinnerungen, der drüherfahrenen Kindheitsglücke, aber ebenso auch der Schauder über die Schrecken von Krieg, Gewalt und Vertreibung hören. An anderer Stelle erklingt der Ton des Märchens und des religiösen Sprachguts.
Ab und an dienen gedämpfte Anleihen aus der Umgangssprache zum Kontrast. Kosmische Bilder, mythische Allusionen, Annihilisationswünsche, Albträume weiten den Imaginationsraum. Epitheta und Metaphern werden sparsam genutzt. Der Rhythmus is frei, leicht und variabel. Daraus entsteht eine kristalline Sprache, der jede Schwere abgeht.
Als Imaginationsmaterial dienen persönliche Erfahrungen, Alltägliches, die Einfühlung in die geschwisterlich-lebendige Natur, die Einbeziehung von Tages- und Jahresumläufen, die Vermischung von Tages- und Nachtzeiten. Kosmische Bilder weiten diese dichterischen Räume.
Beim Lesen entfalten sich die Gedichte als vieldeutig, als mehrsinnig. Der Verzicht auf Großschreibung und Interpunktion führt zur Freisetzung konkurrierender semantischer und syntaktischer Möglichkeiten und erlaubt Mehrfachlesungen, die sich als Bedeutungshof um den Hauptsinn anlagern. Solche Schwebezustände verdanken sich auch den Zeilenbrüchen und der Widerläufigkeit von Strophenenden und syntaktisch weiterschwingenden Bögen.
Ekkehard Blattmann

Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

 

 

 
Margot Ehrich
Die Toten in unseren Mänteln

Gedichte
64 S., brosch., 1994
ISBN 978-3-89086-573-7 ISBN 3890865739
€ 13,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

 

 

 
Margot Ehrich
Manchmal ist der liebe Gott nicht zuhause

144 S., Pappband, Kunststoff, 1995
ISBN 978-3-7844-2529-0 ISBN 3784425291
€ 12,50   beim Verlag bestellen
 
 

 

 

 

 

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